Presseinformationen des Weltladens Freising - Pressemitteilungen 2015

 

13.10.2015

Der Weltladen Freising veranstaltet einen Bücherflohmarkt und einen Basar

Der Weltladen Freising veranstaltet am Samstag, dem 17. Oktober, einen Bücherflohmarkt vor dem Weltladen (Ziegelgasse 10). Von 10 bis 13 Uhr werden Bücher quer durch alle Genres angeboten. Außerdem wird die Bibliothek des Weltladens aufgelöst. Die Bücher, die sich um die Themen Entwicklungspolitik, Fairer Handel und Länder des Südens drehen und bei Antiquariatsfans auf Interesse stoßen dürften, werden ebenfalls gegen eine Spende angeboten. Der Erlös des Bücherflohmarkts kommt „medico international“ zugute, einer Hilfs- und Menschenrechtsorganisation, die sich für die Menschen im Gazastreifen einsetzt. Die Organisation wurde 1968 von Frankfurter Bürgerinnen und Bürgern gegründet, um medizinische Nothilfe in Katastrophensituationen zu leisten. „Medico international“ und seine israelischen und palästinensischen Partner verteilen Nahrungsmittel, Kleidung und Hygienepakete und bemühen sich sowohl um medizinische als auch um psychologische und rechtliche  Hilfe für bedürftige Menschen. Bei dem Basar, der ebenfalls vor dem Weltladen stattfindet, kann günstig Fair gehandeltes Kunsthandwerk erworben werden, das aus dem Sortiment genommen wurde. Die Veranstaltung findet nur bei trockenem Wetter statt.

27.09.2015

"Die Welt ist nicht im Gleichgewicht!“

„Global denken, lokal handeln – das ist der grundsätzliche Ansatz im Fairen Handel“, erklärte Kornelia Schredl den gut 20 Zuhörern am Freitagabend im „dantschig“. Der Weltladen Freising und das Fachgeschäft für faire Bio-Mode hatten zu dem Vortrag "Fair handeln in Freising - Warum unsere Kinder uns einmal dafür danken werden" eingeladen und freuten sich über gut gefüllte Reihen in dem kleinen Laden, der sich in einem gemütlichen Innenhof hinter der Oberen Hauptstraße 24 befindet.
Hausherrin Irene Romer und ihr Mann Patrick stellten zu Beginn das Konzept von „dantschig“ vor: Man wolle nicht nur ökologische, sondern auch faire Kleidung für Damen und Kinder anbieten. Außerdem erläuterten sie kurz verschiedene Fairtrade-Labels und ihre Bedeutung.


Kornelia Schredl, die Vorsitzende des Vereins „Partnerschaft Eine Welt Freising und seit diesem Jahr auch Sprecherin des Fairen Forums, skizzierte in ihrem Vortrag kurz den Werdegang der Fairtrade Stadt Freising, erklärte anhand anschaulicher Beispiele, warum Fairtrade Produkte keine Almosen sind sondern ein wichtiger Baustein für eine gerechtere Weltwirtschaft und beendete ihren Vortrag mit einer kleinen Auswahl erschütternder Schauergeschichten.


2011 wurde Freising Fairtade-Stadt, 2013 der Titel geprüft und verlängert. Seit damals erfahre der Faire Handel mehr Aufmerksamkeit. Vor allem bei Schulen tue sich viel, freute sich Schredl.
Sie machte auch deutlich, dass Fairer Handel nicht karitativ ist: Man zahle Kleinbauern gutes Geld für gute Ware. Ist die Ware qualitativ schelcht, würde sie zurückgeschickt. „Wir nehmen den Kleinbauern die Ware nicht ab, nur um ihnen einen Gefallen zu tun!“, so Schredl. Es handle sich viel mehr um eine Partnerschaft auf Augenhöhe. Und natürlich geht es  um Politik. Während auf der Welt die einen recht bevorzugt leben (wir), gehe das auf Kosten anderer (in den Ländern des Südens), die, beispielweise in der Kleidungsproduktion, ausgebeutet würden. „Die Welt ist nicht im Gleichgewicht!“ Weltäden gehe es nicht um Gewinnmaximierung, so Schredl. Man wolle viel mehr im Kleinen anfangen, Großes zu bewegen, „im Idealfall die Ausbeutung von Seiten der Industrieländern eliminieren“.
Oft würde ganzen Dörfern in Baumwollanbaugebieten für fünf, sechs Stunden am Tag das Wasser abgezweigt um die Plantagen wässern zu können. Denn Baumwolle sei sehr durstig: „Um nur ein T-Shirt herstellen zu können, braucht man insgesamt 2000 Liter Wasser!“ Das gelte natürlich auch für Bio-Baumwolle. Hier spare man sich aber immerhin die rund 150 Gramm Gift, die sonst pro T-Shirt auf dem Acker ausgebracht werden müssten. Eine gute Alternative für Baumwolle wäre Wolle, Flachs oder Hanf, erklärte die Weltladen-Vertreterin.


Fairer Handel sei ein „unendliches Thema“, in soviele Lebensbereiche würde es hineinspielen. Letztlich müsse jeder bei sich beginnen, seinen Lebenswandel zu ändern. Die Stadt Freising könne etwa darauf achten, dass für die benutzten Pflastersteine keine Vierjährigen im Steinbruch schuften oder dass für Berufsuniformen keine wie Sklaven gehaltenen Mädchen arbeiten müssten, erklärte Schredl.
Das Argument „diese Einstellung müsse man sich erst mal leisten können“ ließ Schredl nicht gelten: Es sei immer eine Frage, welche Prioritäten man im Leben setze. Statt sich fünf Jeans im Discounter zu kaufen und sie bald wieder wegzuwerfen, würde es oft auch eine Fairtrade-Jeans tun, die man dafür länger trägt. „Wenn man mit den verfügbaren Ressourcen weiterhin so umgeht wie bisher, wird es für unsere Kinder nicht schön werden.“


Natürlich könne man nicht von heute auf morgen 100 % auf Faire Produkte umsteigen, aber sie appellierte an die Zuhörer den ersten Schritt zu tun und Läden zu unterstützen, die sich bemühen, mit dem Verkauf von Fairen Produkte zu gerechteren Arbeitsbedingugen weltweit beizutragen.
„Wir wollen Endkonsumenten kritischer machen“, sagte Schredl. Und wenn jemand es sich schon nicht um seiner selbst Willen tue, möge er es doch um seiner Kinder willen tun.


Mit zwei realen Schauergeschichten beendete die Vorsitzende des Vereins Partnerschaft Eine Welt Freising  ihren Vortrag, eine davon sei hier kurz angerissen: Sie erzählte von Mädchen in Bangladesch, die auf den Dörfern für die Arbeit in Fabriken angeworben werden. Mit den Eltern wird ein 5-Jahres-Vertrag ausgehandelt – den gesamten Lohn gibt es aber erst am Ende der fünf Jahre. Dazwischen arbeiten die Minderjährigen für Kost und Logis, machen unzählige Überstunden, schlafen oft auf einer Matratze direkt am Arbeitsplatz, von Urlaub können sie nur träumen. Werden sie krank und fallen aus, gilt das als Vertragsbruch und sie sehen keinen einzigen Cent. Oft werden sie aus verschiedenen Gründen bereits nach vier Jahren gekündigt – und erhalten ebenfalls keinen Lohn. Da sie beim Nähen im Akkord oft Finger verlieren, haben sie auch auf dem Heiratmarkt keine Chancen mehr, da sie nicht mehr als vollwertig gelten und viele landen aus Geldnot in der Prostitution. Und das alles nur, damit wir extremst günstige Kleidung kaufen und bald wieder wegwerfen könne...

Foto 1: Zuhörer im „dantschig“ / Foto 2: Kornelia Schredl (hinten), Irene Romer (sitzend)

 

21.09.2015
Freising als faires Mosaiksteinchen

"Jedes Kind hat das Recht, vor wirtschaftlicher Ausbeutung geschützt zu werden." So steht es in der UN Kinderrechtskonvention. Diese Zeilen stehen auch auf einem Plakat, das zur Ausstellung "Ausbeuterische Kinderarbeit stoppen" von terre des hommes gehört und derzeit (noch bis 25.September, dem letzten Tag der Fairen Woche) im Georgshaus in Freising zu sehen ist. Der Weltladen Freising hatte die Ausstellung im Rahmen der Fairen Woche nach Freising geholt.

Eröffnet wurde die Ausstellung am Samstag, 19.09. 2015 in einem kleinen aber feinen Rahmen durch Bürgermeisterin Eva Bönig. Als Bürgermeisterin und vor allem als Vorsitzende des Freisinger Kreisverbands des Kinderschutzbundes liege ihr das Thema besonders am Herzen, so Bönig. Auch wenn die Mithilfe von Kindern, z.B. auf dem elterlichen Feld, oftmals unentbehrlich sei und zum Überleben der Familie beitrage, dürfte die Kinderarbeit niemals ausbeuterische Züge annehmen: "Kinderarbeit darf nicht Leben, Gesundheit oder die Seele des Kindes gefährden", forderte Bönig. Und sie dürfe auch nicht die Bildungschancen beeinträchtigen. Sie rief dazu auf, mit dem eigenen Einkaufsverhalten das Angebot in den Regalen der Geschäfte zu beeinflussen - auf dass Freising ein "Mosaiksteinchen" sei auf dem Weg zu einer faireren Weltwirtschaft.

Bönig betonte, dass es darum gehe, „ausgehend von den Kommunen den Fairen Handel ins Bewusstsein der Gesellschaft zu rücken.“ Das beginne bereits bei der öffentlichen Beschaffung – seien es Fußbälle oder Friedhofssatzungen, die nur Grabsteine ohne Kinderarbeit zulassen. „Der Weg ist das Ziel und wir in Freising befinden uns auf einem guten Weg.“ Sie dankte auch dem Weltladen Trägerverein „Partnerschaft Eine Welt Freising e.V.“, der sich schon seit über 30 Jahren für eine gerechtere Welt engagiere und dem Fairen Forum, das durch seinen Einsatz dafür gesorgt habe, dass Freising 2013 für vier weitere Jahre der Titel Fairtrade-Stadt übertragen wurde.
Nach Bönigs Rede wurde das bunte Buffet eröffnet, das das Weltladen Team vorbereitet hatte und liebevoll dekoriert den Gästen präsentierte. Und auch der Faire Kaffee durfte an diesem Tag natürlich nicht fehlen.

Foto:
v.l. Kornelia Schredl, Vorsitzende des Vereins Partnerschaft eine Welt Freising e.V., lud Bürgermeisterin Eva Bönig auf eine Tasse Fairen Kaffee ein.

10.09.2015

Veranstaltungen in der Fairen Woche 2015
Jedes Jahr im September findet deutschlandweit die „Faire Woche“ statt. In diesem Jahr stellen die Veranstalter – das Forum Fairer Handel, der Weltladen-Dachverband und TransFair – das Thema Transparenz in den Mittelpunkt der Aktionswoche.

In Freising gibt es bei mehreren Veranstaltungen Gelegenheit, den Fairen Handel besser kennen zu lernen. Am Samstag, dem 19. September, lädt der Verein Partnerschaft Eine Welt Freising von 10 bis 13 Uhr ins Georgscafé (St.-Georg-Haus am Rindermarkt) ein. Bürgermeisterin Eva Bönig eröffnet dort um 10 Uhr die Ausstellung „Kinderarbeit stoppen“ des Kinderhilfswerks „terre des hommes“. Gleichzeitig können Besucher fairen Kaffee und Kuchen genießen. Die Ausstellung ist bis zum 25. September geöffnet.

Am Dienstag, dem 22. September, steht der faire Einkauf mit Mittelpunkt einer Autorenlesung in der Fair-Trade-Schule Camerloher-Gymnasium. Frank Hermann liest aus seinem Buch „Fair einkaufen – aber wie?“. Parallel findet im Camerloher-Gymnasium die Ausstellung „Fair Fashion“ statt, die das Modehaus fashion & more und die Schüler des Camerloher-Gymnasiums konzipiert haben.


Am Freitag, dem 25. September, laden der Verein Partnerschaft Eine Welt Freising und das Fachgeschäft „dantschig" zu einem Vortrag mit dem Titel "Fair handeln in Freising – Warum unsere Kinder uns einmal dafür danken werden" ein. Die Referentin ist Kornelia Schredl, die Vorsitzende des Vereins Partnerschaft Eine Welt Freising. Der Vortrag beginnt um 19.30 Uhr im „dantschig" (Ziegelgasse 5a, Zugang über Obere Hauptstraße 24). Im Anschluss sind alle Besucher herzlich zu Kaffee, Wein und Prosecco aus Fairem Handel eingeladen, um bei interessanten Gesprächen die Faire Woche entspannt ausklingen zu lassen.

Weitere interessante Anlaufstellen bieten Unternehmen in der Freisinger Altstadt im gesamten Zeitraum der Fairen Woche vom 11. bis 25. September. Die Chocolaterie und Pâtisserie Andreas Muschler (Obere Hauptstraße 43) bietet ein Probierset mit frisch gebrühtem fairem Espresso und einer Praline aus fairer Schokolade an. In „La Petite France“ am Marienplatz können Gäste in der Aktionswoche eine Crème brulée mit fairen Zutaten und einen fairen Espresso genießen. Das Modehaus Fashion & more (Obere Hauptstraße 5) präsentiert die neuen Kollektionen der Fairtrade-Mode-Label. Bücher Pustet (Obere Hauptstraße 45) informiert an eigenen Infotischen im Geschäft und im genannten Modehaus ausgewählte Literatur über die „Faire Welt“ und ihre Hintergründe.

21.07.2015

Mitgliederversammlung

des Vereins„Partnerschaft Eine Welt Freising e. V.“
Am vergangenen Mittwoch, dem 15. Juli, fand im St. Georgshaus die diesjährige Mitgliederversammlung des Vereins „Partnerschaft Eine Welt Freising e. V.“ statt. Die erste Vorsitzende, Kornelia Schredl, betonte in ihrem Tätigkeitsbericht das vielfältige Engagement des Vereins. So ist der Verein in Kooperation mit den Freisinger Schulen in der Kinder- und Jugendarbeit aktiv, bringt sich mit eigenen Angeboten bei Veranstaltungen wie Jugendkorbinian, Uferlos oder dem Freisinger Rosentag ein und arbeitet im „Fairen Forum“ der Stadt Freising mit, zu dessen Sprecherin Schredl vor kurzem ernannt wurde. Daneben steht der Betrieb des Freisinger Weltladens, der weitgehend ehrenamtlich geführt wird. Bei der Neuwahl der Vorstandschaft stellten sich erfreulicherweise die bisherigen Amtsinhaber wieder zur Verfügung und wurden wiedergewählt (Kornelia Schredl, 1. Vorsitzende, Angela Fuchs, 2. Vorsitzende und Rosemarie Eberhard, 3. Vorsitzende).

 

01.06.2015

Aktion: Faire Rosen am Freisinger Rosentag
Freising ist Rosenstadt, und Freising ist Fairtrade-Stadt. Der Freisinger Weltladen hat dies zum Anlass genommen, am Freisinger Rosentag, am Samstag, dem 13. Juni 2015, Fair gehandelte Rosen anzubieten. Der Weltladen möchte darauf aufmerksam machen, dass der Großteil der in Deutschland verkauften Schnittblumen aus dem Ausland importiert wird, zum Beispiel aus Ländern wie Kenia oder Tansania. Die Beschäftigten auf den Blumenfarmen arbeiten häufig unter menschenunwürdigen Bedingungen, haben keine festen Arbeitsverträge, verdienen nur geringe Löhne und besitzen keine Schutzkleidung gegen Pestizide.

Der Kauf von Fair gehandelten Rosen bietet die Möglichkeit, ein Zeichen für bessere Arbeitsbedingungen auf Blumenfarmen zu setzen. Der Weltladen gibt die Rosen gegen eine Spende ab. Der Erlös kommt „medico international“ zugute, einer Hilfs- und Menschenrechtsorganisation, die sich für die Menschen im Gazastreifen einsetzt. „Medico international“ und seine israelischen und palästinensischen Partner verteilen Nahrungsmittel, Kleidung und Hygienepakete und bemühen sich sowohl um medizinische als auch um psychologische und rechtliche  Hilfe für bedürftige Menschen.

 

04.05.2015

Der Freisinger Weltladen lädt zum Weltladentag ein
Der Freisinger Weltladen beteiligt sich am Samstag, 9. Mai, am bundesweiten Weltladentag. Der Weltladentag wendet sich dieses Jahr dem Problem der Haftung bei Menschenrechtsverletzungen in internationalen Lieferketten zu. Arbeits- und Menschenrechte werden bei der Herstellung von Gütern des täglichen Bedarfs im Ausland, etwa bei der Produktion von Südfrüchten, Kleidung oder Handys, vielfach missachtet. Immer wieder kommt es vor, dass deutsche Unternehmen über Tochtergesellschaften daran indirekt beteiligt sind oder zumindest davon profitieren, wenn Zulieferbetriebe Arbeits- und Sozialstandards in ihren Produktionsländern nicht einhalten.

Bislang ist es rechtlich kaum möglich, deutsche Unternehmen dafür zur Verantwortung zu ziehen. Die diesjährige Kampagne zum Weltladentag möchte dies ändern und fordert einen verbindlichen rechtlichen Rahmen für die Aktivitäten von transnational agierenden Unternehmen. Die Bundesregierung wird daher aufgefordert, die 2011 verkündeten UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte umzusetzen. Es soll ein Gesetz auf den Weg gebracht werden, das Unternehmen zur Sorgfalt hinsichtlich der negativen Auswirkungen des eigenen Handelns auf Menschenrechte und Umwelt in der ganzen Lieferkette verpflichtet, und eine zivilrechtliche Haftung für Unternehmen einführt, welche die Einhaltung dieser Sorgfaltspflicht nicht nachweisen können. Zusätzlich soll es Klägern aus dem Ausland erleichtert werden, deutsche Unternehmen vor deutschen Gerichten wegen Verletzung dieser Sorgfaltspflicht zu verklagen. Der Freisinger Weltladen legt eine Unterschriftenliste aus, mit der man diese Forderungen unterstützen kann.

Der Weltladen veranstaltet außerdem von 10 bis 13 Uhr einen Basarverkauf und bietet bei gutem Wetter im Freien ein Frühstück mit fair gehandeltem Kaffee an. Der Weltladentag ist eine gemeinschaftliche Aktion des Weltladen-Dachverbands und des Forums Fairer Handel, eines Netzwerks verschiedener Fairhandels-Organisationen in Deutschland.

 

03. 03. 2015
Der Verein Partnerschaft Eine Welt Freising e.V. veranstaltet einen Bücherflohmarkt
Der Verein Partnerschaft Eine Welt Freising e.V. veranstaltet am Samstag, 7. März, einen Bücherflohmarkt vor dem Weltladen (Ziegelgasse 10). Von 10 bis 13 Uhr werden Bücher quer durch alle Genres angeboten. Der Erlös kommt „medico international“ zugute, einer Hilfs- und Menschenrechtsorganisation, die sich für die Menschen im Gazastreifen einsetzt. „Medico international“ und seine israelischen und palästinensischen Partner verteilen Nahrungsmittel, Kleidung und Hygienepakete und bemühen sich sowohl um medizinische als auch um psychologische und rechtliche  Hilfe für bedürftige Menschen. Der Bücherflohmarkt und findet nur bei trockenem Wetter statt.

 

19.02.2015

755 Euro für die Staßenkinder von „CAMM“
Ein Jahr lang wurde geworben, gesammelt und gespendet – am Samstag, 14. Februar 2015, war es dann soweit: Die Vorsitzende des Weltladen-Trägervereins „Partnerschaft Eine Welt Freising e.V.“, Kornelia Schredl,  übergab im Weltladen einen Scheck in Höhe von 755 Euro an  Christina Brandl-Bommer, Mitbegründerin des Freundeskreises „Arche Nova“, der das Straßenkinderprojekt „CAMM“ im Brasilianischen Recife unterstützt.

Alle Spenden, die der Weltladen 2014 einnahm – beispielsweise während des Uferlos-Festivals, durch einen Bücherflohmarkt, beim Advent auf dem Domberg oder einfach im Laden – kommen somit den Mädchen und Buben in der Favela Linha do Tiro („Schusslinie“) zugute. Und dort wird Hilfe dringend gebraucht, berichtete Brandl-Bommer:
Für Roberta und Ademilson, das Ehepaar, das das Fürsorge-Zentrum leitet, sei es ein schwieriges Jahr gewesen, beispielsweise, weil die Weiterfinanzierung des Projekts streckenweise ungewiss war und ist. Auch deshalb freute sich die Freisingerin sehr, 755 Euro weiterleiten zu können. Sie dankte dem Verein Partnerschaft Eine Welt Freising dafür, dass er 2014 die Straßenkinder von CAMM in den Mittelpunkt gestellt und so dafür gesorgt habe, „für die Menschen jenseits unserer Grenzen das Bewusstsein wach zu halten“. Auch Schredl freute sich über die schöne Summe und dankte allen Spendern, die mit kleineren und größeren Beträgen die Kinder von CAMM unterstützten.

Wer weiterhin für das Straßenkinderprojekt „CAMM“ spenden möchte, hier die Daten:
Spendenkonto für CAMM:
Empfänger: Jesuitenmission
Königstr. 64
90402 Nürnberg Bank: Liga-Bank,
Nürnberg BLZ: 750 90 3 00
Kontonr.: 190 511 55 82
Stichwort: CAMM 79211
BIC: GENODEF1M05
IBAN: DE 24 750 90 300 190 511 55 82

[Bildunterschrift]: Christina Brandl-Bommer (links), Kornelia Schredl