Presseinformationen des Weltladens Freising - Pressemitteilungen 2014

 

08.12.2014

Der Freisinger Weltladen veranstaltet am 13. Dezember einen Bücherflohmarkt

Schnee, Regen, Minusgrade – das ist das perfekte Lese-Wetter! Der Weltladen Freising veranstaltet deshalb am Samstag, dem 13. Dezember, einen Bücherflohmarkt. Angeboten werden Bücher quer durch alle Genres. Der Erlös kommt dem Straßenkinderprojekt „CAMM“ in Recife (Brasilien) zugute, das bereits das ganze Jahr im Zentrum der thematischen Arbeit des Weltladens Freising und des ihn tragenden Vereins Partnerschaft Eine Welt Freising e. V. steht.

Die portugiesische Abkürzung „CAMM“ steht für „Fürsorge-Zentrum für Straßenmädchen und Straßenjungen“. Das Projekt existiert seit 1986 und wird von einem Ehepaar und mittlerweile acht festangestellten Mitarbeitern geführt. Es betreibt eine Kindertagesstätte für Straßenkinder, in der momentan 120 bis 150 Kinder betreut werden. Die Kinder erhalten unter anderem Unterstützung für die Schule, da sie sonst nicht in der Lage wären, dem Unterricht zu folgen. Der Bücherflohmarkt findet vor dem Weltladen (Ziegelgasse 10) statt und dauert von 10 bis 13 Uhr. Die Veranstaltung findet nur bei trockenem Wetter statt.

Mehr Information unter www.weltladen-freising.de.

 

17. Juli 2014

Der Verein Partnerschaft Eine Welt Freising hat einen neuen Vorstand
Zwei neue Gesichter gibt es im Vorstand des Vereins Partnerschaft Eine Welt Freising e. V.: In der Mitgliederversammlung am 24. Juni 2014 wurden Angela Fuchs als Zweite und Rosemarie Eberhard als Dritte Vorsitzende des Trägervereins des Freisinger Weltladens gewählt. Erste Vorsitzende bleibt wie bisher Kornelia Schredl.
Im Rahmen der Mitgliederversammlung präsentierte Kornelia Schredl die Vereins-Aktivitäten
der vergangenen Monate: So freute sie sich etwa über all das positive Feedback, das das Faire Frühstück mit OB Tobias Eschenbacher im Herbst in der VHS ergeben habe. Die Teilnahme am Weihnachtsmarkt auf dem Domberg und am Uferlos seien ebenfalls sehr erfolgreich gewesen.

Auch in Sachen Jugendarbeit kann der Verein auf interessante Projekte zurückblicken: Unter der Regie der scheidenden Zweiten Vorsitzenden, Miriam Ostermaier, habe man etwa mit einem Stand bei Jugendkorbinian über Fairen Handel informiert. Schredl lobte auch, dass im Fairen Forum, in dem neben Vertretern der Stadt auch zahlreiche Freisinger Gruppen mitarbeiten, immer mehr bewegt würde. So gebe es mittlerweile Fairtrade-T-Shirts, die im Rathaus erhältlich sind.

Auch die Zahlen sprechen für eine erfolgreiche Arbeit des Weltladens und seines Trägervereins: Laut der scheidenden Kassierin Ingrid Oberle sei das abgelaufene Geschäftsjahr das erfolgreichste seit Bestehen des Weltladens gewesen. Und dieser Erfolg soll fortgesetzt werden: Die neue Vorstandschaft kündigte an, die politische Bildungsarbeit des Vereins Partnerschaft Eine Welt Freising stärken zu wollen. Außerdem soll die Suche nach neuen, größeren Räumlichkeiten oder nach einem zweiten Ladenlokal fortgesetzt werden. Ein Grund dafür ist laut Schredl, dass immer mehr Freisinger nach Fairer Kleidung fragen. Diese könne aus Platzgründen derzeit aber nur in sehr kleinem Rahmen ins Sortiment aufgenommen werden. Außerdem solle der Gedanke des Fairen Handels und Freisings als Fairtrade-Stadt noch mehr in das Bewusstsein der Öffentlichkeit gerückt werden.

 

21. Mai 2014

I. Interview mit Christina Brandl-Bommer zum Straßenkinderprojekt "CAMM"

Als Theologie-Studentin kam Christina Brandl-Bommer (57) das erste Mal nach Brasilien – und seitdem hat das Schicksal der Straßenkinder dort die Freisingerin nicht mehr losgelassen. Zusammen mit weiteren Aktiven hat sie den Verein „Arche Nova“ gegründet, der seit 2010 als Freundeskreis weitergeführt wird. Seit 1989 unterstützen sie verschiedene Sozialprojekte in Brasilien – darunter die Arbeit des Straßenkinderprojekts „CAMM“ in Recife.

 

Brandl-Bommer, die in Neufahrn als Pastoralreferentin tätig ist, erzählt in einem Gespräch, warum die Fußball-WM den Menschen in den Favelas eher Nachteile bringt, dass Straßenkinder von vielen besser situierten Mitmenschen schlicht als Müll angesehen werden, und wie „CAMM“ versucht, den Mädchen und Jungen zu helfen, dieser Armuts-Spirale zu entkommen. Das ganze Interview mit Christina Brandl-Bommer.

 

 II. Vortrag von Domitila Barros am 13. Mai 2014 im JUZ

Keine Klinik, keine Schule, der Müll wird nie geholt, pro Wochenende werden hier rund 20 Menschen, oft Kinder, ermordet: Das sind die Zustände in der Favela  Linha do Tiro („Schusslinie“) im brasiliansichen Recife. Domitila Barros (29) wuchs in diesem Umfeld auf, da ihre Eltern seit 30 Jahren das Straßenkinderprojekt „CAMM“ dort leiten. Für einen Vortrag, der das wahre Gesicht Brasiliens unter der WM-Maske zeigte, hatte der  Weltladen-Trägerverein „Partnerschaft Eine Welt Freising“ und der Freundeskreis „Arche Nova“ die studierte Sozialpädagogin und Wahl-Berlinerin am Dienstag, 13. Mai 2014 nach Freising ins JUZ eingeladen. In ihrem Bericht ordnete sie gekonnt die Lage ihrer Heimat-Favela in die Gesamtsituation der 200-Millionen-Nation Brasilien ein.


Seit acht Jahren lebt Domitila Barros (29) nun in Deutschland. Jetzt, erst allmählich, realisiere sie, dass es nicht normal ist, dass Todesschwadronen durch die Viertel der Armen ziehen und dort Kinder wie Erwachsene aus den nichtigsten Gründen töten. In ihrer Heimat, dem Stadtviertel Linha do Tiro („Schusslinie“) im brasiliansichen Recife, gehöre das zum Alltag, jedes Kind wachse mit dieser Realität auf: „Pro Wochenende werden hier circa 20 Leute erschossen.“ Und nein, es handle sich beileibe nicht nur um Konflikte unter Drogendealern, wie viele, auch in Brasilien, glauben. Polizei und Todesschwadronen zögen besonders jetzt, vor Beginn der WM, durch die Favelas, um diese zu „säubern“, damit alles für den Blick der Weltöffentlichkeit schön und sauber sei. Von staatlicher Seite würden sie geduldet. Eine andere Favela, erzählt sie, sollte ganz geräumt werden, um Parkplätze für WM-Besucher bauen zu können. Um die Bewohner, die natürlich Widerstand leisteten, endlich vertreiben zu können, seien in dem Viertel sogar Bomben eingesetzt worden.

Zum kompletten Vortrag von Domitila Barros.

 

07. Mai 2014

Vortrag von Domitila Barros im JUZ

Das harte Leben in der „Schusslinie“
Einen bewegenden Bericht mitten aus dem Leben von Straßenkindern in einer brasilianischen Favela: Das erwartet alle Besucher des Vortrags von Domitila Barros am Dienstag, 13. Mai 2014 m JUZ in Freising (Kölblstraße 2). In ihrer mitreißenden und fröhlichen Art, die viele Pullinger und Neufahrner Schüler/innen schon von ihrem Besuch 2012 kennen, wird sie vom Leben in den ärmsten Gebieten Brasiliens erzählen und Bilder zeigen. Der Weltladen-Trägerverein „Partnerschaft Eine Welt Freising e.V.“ und der Freundeskreis „Arche Nova“ haben die junge Frau in die Domstadt eingeladen.

Domitila Barros ist mitten in Linha do Tiro aufgewachsen – einem Stadtteil von Recife (Brasilien), dessen Name übersetzt „Schusslinie“ bedeutet. Ihre Eltern leiten in der Favela das Straßenkinderprojekt „CAMM“ - der einzige Zufluchtsort, den viele dort haben. Sie weiß um das alltägliche Leid der Kinder und Jugendlichen, und, dass sie von all dem Glamour, den es rund um die Fußball-WM dort gibt, nichts haben – im Gegenteil. Mittlerweile lebt und arbeitet Domitila Barros in Berlin und reist als Botschafterin des Projekts durch Deutschland. Beginn des Vortrags ist um 19.30 Uhr. Der Eintritt ist frei. Da sich beim Weltladen Freising und seinem Trägerverein „Partnerschaft Eine Welt Freising“ 2014 alles um „CAMM“ dreht und alle dieses Jahr erhaltenen Spenden direkt an das Straßenkinderprojekt gehen, freuen sich die Veranstalter natürlich über jede und jeden interessierte/n Besucher/in sowie über freiwillige Beiträge.

 

05. Mai 2014

Der Freisinger Weltladen lädt zum Weltladentag ein
Der Freisinger Weltladen beteiligt sich am Samstag, 10. Mai 2014, am bundesweiten Weltladentag. Der Weltladentag steht dieses Jahr unter dem Motto „Mensch. Macht Handel. Fair!“.

Der Weltladen informiert aus diesem Anlass mit einer Bodenzeitung vor dem Laden über die Marktmacht von Supermarktketten und deren Auswirkungen auf die Produzenten in den Ländern des Südens, aber auch auf die Konsumenten.

In Deutschland teilen sich zum Beispiel fünf Supermarktketten 90 Prozent des gesamten Umsatzes im Lebensmittelmarkt.

Diese Konzentration auf dem Markt führt unter anderem dazu, dass die Preise und Bedingungen diktiert werden können und Arbeiter unter gefährlichen Bedingungen und zu nicht existenzsichernden Löhnen arbeiten müssen.

Anlässlich der Europawahl am 25. Mai wird die EU-Politik aufgefordert, gegen unfaire Handelspraktiken vorzugehen und europaweite Regulierungen zum Schutz von Produzenten und Arbeitern einzuführen.

Der Weltladen bietet außerdem ein Frühstück mit fair gehandeltem Kaffee an, das bei gutem Wetter im Freien, bei schlechtem im Laden stattfindet. Der Weltladentag ist eine Aktion des Weltladen-Dachverbands und des Forums Fairer Handel, die heuer zum 19. Mal stattfindet. Das diesjährige Tagesthema bildet den Auftakt für eine mehrjährige Kampagne zum Thema „Arbeits- und Menschenrechte in internationalen Lieferketten“.

 

31. März 2014

Der Weltladen Freising unterstützt 2014 ein Straßenkinderprojekt in Brasilien

Der Weltladen Freising rückt 2014 Brasilien in den Fokus seiner thematischen Arbeit. Anlässlich der Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien lenkt der Weltladen den Blick auf die sozialen Probleme in dem größten lateinamerikanischen Land. Er unterstützt deshalb dieses Jahr mit den eingehenden Spenden ein Straßenkinderprojekt: das Projekt CAMM, ein „Zentrum für Fürsorge für Jungen und Mädchen“, im nordostbrasilianischen Recife.

Das Projekt CAMM existiert seit 1986 und wird von einem Ehepaar geleitet. Es betreibt eine Kindertagesstätte für Straßenkinder, in der momentan ca. 150 Kinder betreut werden. Die Kinder erhalten unter anderem Unterstützung für die Schule, da sie sonst nicht in der Lage wären, dem Unterricht zu folgen. Neben der Kindertagesstätte betreibt CAMM ein Haus für Jugendliche, das sie selbst verwalten können. Das Projekt CAMM wird seit langem von dem „Freundeskreis Arche Nova“ gefördert (http://www.archenova-muenchen.de).

Der Weltladen bietet außerdem ein kleines Sortiment von Fair gehandelten Produkten aus Brasilien an, einem Land, in dem der Faire Handel bisher noch nicht sehr verbreitet ist.

 

27. Februar 2014

Der Freisinger Weltladen erinnert an den Weltgebetstag 2014
Der Freisinger Weltladen erinnert an den „Weltgebetstag der Frauen“ am Freitag, 7. März 2014. Aus diesem Anlass bietet der Weltladen Fair gehandelte Produkte aus Ägypten an. Darunter sind Datteln und Sesamriegel der ägyptischen Organisation „Sekem“, die sich den Themen Fairer Handel, Umweltschutz, Gesundheit und Bildung zuwendet. Außerdem werden Glasvasen der Initiative „Yadawee“ angeboten, die sich um die Erhaltung des ägyptischen Kunsthandwerks bemüht.

Der Weltgebetstag der Frauen wird seit 1927 von Frauen verschiedener christlicher Konfessionen gefeiert und jedes Jahr von Frauen eines anderen Landes vorbereitet. Er steht dieses Jahr unter dem Motto „Wasserströme in der Wüste“ und wird von Frauen aus Ägypten vorbereitet. Die Organisatoren wollen auf den Blick auf die in Ägypten gefährdete Ressource Wasser sowie auf die Situation der Frauen und der christlichen Minderheit in Ägypten lenken. Die Fair-Handelsorganisation El Puente stellt traditionell zum Weltgebetstag ein spezielles Sortiment zusammen.